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„Man könnte meinen, die sind echt“
Neue Osnabrücker Zeitung vom Montag, 9. Mai 2011 - Autor: Horst Troiza
Umjubelt: „Simon & Garfunkel Revivalband“
Gut 400 Zuschauer verfolgten begeistert im Kurhaus der Salinengemeinde das Konzert der „Simon & Garfunkel Revival Band“. Die von Peter Frömberg organisierte Wohltätigkeitsveranstaltung für die Opferorganisation Weißer Ring fand bereits zum siebten Mal statt.
Das amerikanische Folk-Pop-Duo Simon & Garfunkel ist in den späten 60er-Jahren besonders durch seine leisen Balladen zu Weltruhm gekommen. Die schier unerschöpfliche Menge ihrer Hits hat bis heute ihre Freunde, und so wundert es nicht, dass ein Konzert mit diesen Titeln wie ein Magnet auf die Fangemeinde wirkt.
Das Kurhaus war am Freitag bis zum hintersten Winkel gefüllt, und schon vor Beginn breitete sich eine entspannte Stimmung unter den 400 Zuschauern aus.
Als dann Michael Frank und Guido Reuter, die beiden Frontmänner, die Bühne betraten und „Old Friends“ anstimmten, wurde es still im Saal. „ Wenn man die nicht sehen würde, könnte man glauben, die sind echt“, raunte eine Frau an einem der Stehtische ungläubig in Richtung ihres Begleiters. Und so war es auch: 50 Jahre nach ihrem Aufstieg in die Charts klangen die Titel frisch wie eben erst komponiert und so authentisch, als stünden die Pop-Barden von damals vor ihrem Publikum.
Volle zwei Stundenlang verwöhnte die Band ihre Zuschauer mit einem Feuerwerk aus Evergreens der Musikgeschichte. Flotte Songs wie „The Boxer“ und „Graceland“, Balladen wie „Scarborough Fair“ und der Gassenhauer „El Condor Pasa“ elektrisierten die Fans, die aus dem gesamten Landkreis angereist waren und sich diesen Ohrenschmaus nicht hatten entgehen lassen wollten.
Den Sängern Frank und Reuter war die Freude an der guten Aufnahme in der Salinengemeinde deutlich anzumerken. „Wir sind stolz, ausgerechnet zum 200-jährigen Jubiläum des Kurortes hier auftreten zu dürfen“, rief Frank den Zuschauern zu. Später scherzte er, dasselbe auch zum 400. tun zu wollen.
„Ob wir solange warten wollen, glaube ich nicht.“ Organisator Peter Frömberg war einer der vielen, die hin-und weggerissen waren. Unglaublich sei es gewesen „noch viel besser, als wir erwartet hatten.“
Als nach dem finalen „Bridge over troubled Water“ das Licht wieder angegangen sei, habe es Glückwünsche von allen Seiten gegeben. Rainer Bruckert, der Vorsitzende dees Weißen Rings“ in Niedersachsen, Lea Otten, die Leiterin der Außenstelle Osnabrück der Opferhilfsorganisation, und auch der Schirmherr der Veranstaltung, Rothenfeldes Bürgermeister Klaus Rehkäper, hätten ihre Begeisterung gezeigt.
Bei einem solch großen Erfolg, so Frömberg, müssten sich doch Mittel und Wege finden, ein Konzert dieser Klasse bald einmal zu wiederholen.







